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  • Susanna Koller

Namibia Tag 13: Rüssel im Auto!

Aktualisiert: 29. Apr.

Kurz vor sechs Uhr kocht an diesem Morgen bereits Kaffee in unserer Outdoor-Küche – aus gutem Grund! Wir machen uns heute auf die Suche nach den Wüstenelefanten. Die sind gar nicht so einfach zu finden, deshalb sind wir den ganzen Vormittag unterwegs und müssen früh los.

Noch etwas müde um die Augen steigen wir kurz vor 7 Uhr in den Game Drive-Wagen. Mit unserem Guide fahren wir dem Sonnenaufgang entgegen und wir sind einmal mehr erstaunt über die Intensität der Farben. Die ersten Stunden verbringen wir mit Spurensuche. Wir sehen Spuren von Giraffen und Hyänen. Dann endlich: Elefantenkot. Unser Guide checkt die Temperatur mit dem Handrücken: Noch warm! Wie fahren ein paar hundert Meter und da sind sie: drei Elefantenbullen. Langsam nähern wir uns ihnen. Die Drei beäugen uns misstrauisch, merken aber schnell, dass wir keine Gefahr sind. Wir sind fasziniert von den mächtigen Tieren, die als so sensibel gelten. Wir fahren weiter und treffen immer wieder auf einzelne Elefantenbullen. Doch wo sind die Weibchen?


Unser Guide erspäht sie weit weg in einem Flussbett. Quer durch den Busch nähern wir uns im Schritttempo an. Was uns erwartet, hätten wir uns wohl alle nicht erträumen lassen: mehrere Weibchen mit zwei jungen Elefantenkälber. Die Kleinen seien zwei und acht Wochen alt, verrät uns unser Guide, während er noch etwas näher ranfährt. Die Herdenchefin findet das wohl weniger toll, kurz wedelt sie wild mit ihren Ohren, als sie auf uns zuläuft. Unser Motor verstummt. Die Elefantenkuh zieht dicht an uns vorbei, gefolgt von ihrer Herde, die plötzlich direkt neben uns stehen bleibt. Neugierig strecken die Elefanten ihre Rüssel in unseren Wagen. Wir halten den Atem an, während sie uns freundlich beschnuppern. Rüssel raus und weiter gehts! Auf weichen Sohlen und schweren Beinen stampfen die grossen Riesen davon. Wir bleiben ganz still und ehrfürchtig zurück. Was für wunderbare Tiere!


Auf dem Heimweg wartet ein leckerer Lunch auf uns, ehe wir uns zurück in unserem Camp befinden. 36 Grad zeigen unsere Autos an. Die Einen hüpfen unter die kalte Dusche, die Anderen stapfen durchs Flussbeet vor zum Pool. Abkühlung tut gut bei solchen Temperaturen und auch etwas Ruhe können wir gebrauchen. Denn morgen geht es weiter nach Swakopmund – zurück in die Zivilisation!



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